Montag, 15. Dezember 2014

An Herrn Charles Taylor

Dear Prof. Dr. Taylor,

having researched in the field of systematic strategy I became curious in your approach.

the Brandomian project as some gaps that have to be filled out and I am shifting to the questions of existentialism inspired by my dissertation director Dr. James Swindal.

Wikipedia
Seine umfassende, 1975 erschienene Hegel-Monografie stieß vor allem in den angelsächsischen Ländern auf große Resonanz und löste dort eine neue Rezeption der Philosophie Hegels aus. Taylor hält zwar den Systemgedanken Hegels für gescheitert, glaubt jedoch, dass in Hegels Werk der Grundkonflikt der Moderne, der Gegensatz zwischen Naturwissenschaft und Subjekt, ausgedrückt werde.
In seinem 1989 erschienenen Werk Sources of the self (dt. Quellen des Selbst, 1994) kritisiert Taylor die Idee des autonomen Individuums als ein Missverständnis der Moderne über ihre eigenen Grundlagen. Nicht eine neutrale Vernunft, vielmehr eine ethische Idee stehe am Anfang der Moderne. Taylor wendet sich kritisch gegen die Idee eines neutralen Individuums, das erst mittels seiner „desengagierten Vernunft“ die Welt zu erschließen vermöge. Das Leben des Individuums spiele sich dagegen im Sinne Hegels und Wittgensteins immer vor dem Hintergrund einer bestimmten Lebensform ab.
Von diesem Ausgangspunkt gelangte Taylor in Negative Freiheit (1988) zu einer Konzeption von Ethik, die ihn in Opposition zu kantisch geprägten Modellen brachte. Grundlage des Handelns des Einzelnen seien Wertungen, die in der Idee des menschlichen Selbst fundiert sind. Diese Werte gelten nur für eine konkrete historische Gemeinschaft, in der sich der Einzelne immer schon bewegt. Menschliche Identität, menschliches Handeln und Erkennen sind nicht möglich ohne die intersubjektiv verbindliche Akzeptanz letzter und höchster Güter.
In The Malaise of Modernity (1991, dt. Unbehagen an der Moderne, 1995) kritisiert Taylor die zentrale neuzeitliche Idee von der menschlichen Freiheit und dem Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen als ein verkürztes Menschenbild mit fatalen Konsequenzen. Es führe zu einem „Individualismus der Selbstverwirklichung“ und damit zu einem Wertrelativismus und Subjektivismus, der Belange jenseits des eigenen Ich ignoriert und es unmöglich macht, moralische Streitfragen zu beantworten. Das Gegenmodell dazu entwirft Taylor in Wieviel Gemeinschaft braucht die Demokratie? (2001). Taylor fordert darin die Besinnung auf Werte wie Gemeinsinn und Solidarität. Den durch die Gemeinschaft garantierten Rechten müssen auf der Seite des Individuums eine Verpflichtung für die Gemeinschaft entsprechen.

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